1.2 Vorbemerkung und Dank

Pädagogische Konzepte, Übungen und Ideen, besonders im Bereich des Chorsingens und der Stimmbildung, sind nur in den allerseltensten Fällen völlig neu erfunden.
Vieles haben wir alle von LehrerInnen, KollegInnen, Kindern und StudentInnen erlernt, übernommen, ausprobiert und dann oft den individuellen Bedürfnissen angepasst.
Meist sind die ursprünglichen VerfasserInnen von Tonübungen oder pädagogischen Ideen nicht mehr bekannt, beziehungsweise wäre es beinahe unmöglich, die absolute Ursprungsidee oder deren „Erfindung“ überhaupt festzumachen.
Manche Gedanken und Ideen kommen einem in der Arbeitsphase mit Kindern oder Erwachsenen in den Sinn und man erarbeitet im Moment des Tuns neue Unterrichtsansätze und Übungen.
Auch in diesem Skriptum sind viele solcher erfolgreichen Übungen und Ideen mit eigenen Gedanken und zahlreichen persönlichen Erfahrungen vermischt ausgedrückt und vorgeschlagen.
Allen anonym bleibenden LehrmeisterInnen, bewusster und unbewusster Natur (Kindern, Studierenden und Workshop TeilnehmerInnen), möchte ich meine Hochachtung für ihre geistigen Leistungen aussprechen.
Allen TeilnehmerInnen meiner Fortbildungskurse, Kindern, Studierenden und SängerInnen bin ich zu großem Dank verpflichtet – ganz besonders auch dafür, dass sie mir die Sinnhaftigkeit und Effizienz meiner pädagogischen Gedanken und didaktischen Vorgehensweise immer wieder bestätigend vor Augen führen und mich dadurch in meiner persönlichen Arbeit unterstützen und bestärken, meine Methodik fortwährend weiter zu entwickeln.
Besonders aber bedanken möchte ich mich bei meinen persönlichen Chormeistern und Lehrern:
Mag. Franz Farnberger, der mich als Kapellmeister der Wiener Sängerknaben für Musik begeistert hat und vor allem auch durch seine einzigartige positive Persönlichkeit den Grundstein für meine musikalische Entwicklung, und der meines weiteren Lebens an sich, gelegt hat.
Prof Dr. Hans Gillesberger, der mich als Sängerknabe in seiner unnachahmlichen Art geführt hat und unterstützt hat.
Mag. Balduin Sulzer, der mir als Jugendlicher viele Chancen der künstlerischen Entwicklung ermöglicht hat und mich – wie viele andere – stetig animiert hat, ganz einfach in der Praxis des Chorleitens und Dirigierens Erfahrungen zu machen und dabei Essentielles selbst zu erfahren.
Allen meine KollegInnen und Board Members in Calgary – Canada, die mir über Jahre hinweg ein riesiges Versuchsfeld zur Verfügung gestellt und mich in jeder Hinsicht unterstützt haben. Besonders durch ihr völliges Vertrauen haben sie die Entwicklung vieler pädagogischer und didaktischer Versuche und auch Entwicklungen ermöglicht.
Allen KollegInnen und MitarbeiterInnen der Wiener Sängerknaben, von denen ich täglich profitiere, immer wieder interessante Anregungen zu verschiedensten Themen bekomme und die dadurch automatisch die ständige Weiterentwicklung dieser Unterlagen unterstützen.
Den Superar MusikpädagogInnen, die ich für ihre Arbeit bewundere, danke ich für ihre Offenheit, die methodischen Konzepte immer wieder auszuprobieren, Rückmeldung darüber zu geben und immer wieder Anregungen zur Weiterentwicklung mitzubringen.
Alle Kinder, mit denen ich die Ehre hatte zu arbeiten, haben in diesem Skriptum Spuren hinterlassen.

Den Dank an meine Frau kann ich nicht in Worte fassen. Die viele Zeit, die über Jahre in dieses Projekt der Ausarbeitung der Methodik geflossen ist, hat sie großteils von der quality family timegeopfert und mir dabei sogar immer wieder das Gefühl gegeben, eine wichtige Arbeit zu leisten. Sie trägt auch durch die Diskussion und ihre persönliche pädagogische Erfahrung wesentlich zur Weiterentwicklung der Methodik bei.

 

2 Grundmerkmale und Entwicklung